Tipps zum Ehrenamt – wo fange ich an?

Ich werde regelmäßig nach Freiwilligenarbeit gefragt, deshalb dachte ich, ich schreibe eine kurze Zusammenfassung der Tools und Websites, die ich bei der Suche nach Stellen nutze, und teile auch ein paar Tipps.
Am Anfang, als ich fast jede Stelle in einem Bereich angenommen hätte, der mich wirklich interessiert (zum Beispiel internationale Entwicklung, nachhaltiger Verkehr, Naturschutz), habe ich Seiten wie Idealist.org, ReliefWeb.int, Aidjobs.org oder unjobs.org/organizations durchstöbert und mich einfach auf alles beworben, was dort auftauchte. Nach ein paar Freiwilligenreisen und als meine Interessen enger und gezielter wurden, bin ich die meiste Zeit zunächst von den Themen ausgegangen, bei denen ich mich gern engagieren würde (zum Beispiel Meeresbiologie oder Primatenschutz), und von den Traumorten, an die ich gern reisen würde (wie Alaska oder die Karibik). Mit einer gründlichen Google-Suche habe ich Dutzende Organisationen gefunden, denen ich dann mit einer kurzen Vorstellung, einem Lebenslauf/Portfolio und einem Link zu meiner LinkedIn-Seite eine unaufgeforderte E-Mail geschickt habe.
Selbst mit Erfahrung auf mehreren Kontinenten in der Arbeit für NGOs erfordert es immer viel Arbeit und Geduld, aber am Ende jagt man einem Traum hinterher, also gebe ich natürlich nie auf. Das solltet ihr auch nicht, selbst wenn ihr anfangs kein Glück habt. Mein erstes unbezahltes Praktikum bekam ich nach sieben Monaten des Versuchs, und jedes einzelne Mal, wenn ich wieder nach einer Freiwilligenmöglichkeit suchte, dauerte es problemlos hundert verschickte E-Mails und kontaktierte Organisationen, bis ich eine Stelle fand. Ich würde sagen, vielleicht haben sich zwanzig gemeldet, davon war die Hälfte automatisch. Von den zehn übrigen hat es meist aus Budgetgründen nicht geklappt, entweder bei mir oder bei ihnen.
Das Wichtigste, was ihr braucht, ist ein guter und professioneller Lebenslauf, Sprachkenntnisse und Durchhaltevermögen. Und natürlich ein Budget, daran führt kein Weg vorbei, aber es ist nicht immer so teuer, wie es aussieht. Die besten Organisationen oder die an sehr abgelegenen Orten bieten euch oft kostenlose Unterkunft und manchmal sogar Verpflegung an. Reise, Versicherung, Impfungen und der ganze Rest müssen zwar immer noch bezahlt werden, aber wenn ihr mindestens 2-3 Monate freiwillig arbeitet und eure Unterkunft und Verpflegung bezahlt werden, kann der Rest mit dem vergleichbar sein, was ihr zu Hause für Miete und alles andere ausgeben würdet. Klar, euch entgeht durch die unbezahlte Tätigkeit ein Teil des Einkommens, aber das ist ein Opfer, das viele von uns bereit sind zu bringen.
Dazu gäbe es noch einiges zu sagen, aber das war’s für diesen Blogbeitrag. Fragt trotzdem gern alles, was ihr wissen wollt!

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